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Der Chiemgau ist durch vier geologische Zeitalter geprägt. Das erste
Zeitalter endete vor 120 Mio Jahren, als hier überall nur eine
subtropische Meerlandschaft mit vielen Korallenriffen bestand. Im
zweiten geologischen Zeitalter vor 120 Mio Jahren faltete sich dann die
Alpen auf. Die Korallenriffe ragten von nun an als Berge heraus und
bildeten damit die Kalkalpen. Die Kalkalpen sind daher ehemalige
Korallenriffe. Erst vor kurzer Zeit - geologisch gedacht - kam es dann
vor einer Million Jahren im dritten geologischen Zeitalter zur Eiszeit
und das gesamte Chiemgau war durch große und schwere Gletscher bedeckt.
Im Zuge der Klimaerwärmung - nicht etwa ein Ereignis der heutigen
Zeit - schmolzen dann geologisch gedacht gestern, also vor 15.000 Jahren
die Gletscher im Chiemgau weg. Die Gletscher verloren an ihren Rändern
große Eisbrocken und um die Eisbrocken herum wurden dann durch die
fließenden Gletscher Sand und Geröll abgelegt. Als dann diese Eisbrocken
schmolzen, blieben große Löcher übrig, die sich heute als der Chiemsee
und als die zahlreichen Seen im Chiemgau darstellen.
Viele dieser Seen verlandeten sodann und bilden heute die berühmten
Moore im Chiemgau.
Die Besiedlung des Chiemgau erfolgte dann in der Jungsteinzeit, als
die Gletscher schon weggeschmolzen waren, nämlich in der Zeit ab 3.500
vor Chr. |