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Das Kaisergebiet ist ein ideales Wandergebiet. Der Start zum Wandergebiet ist grundsätzlich von vier Hauptpunkten
aus möglich, nämlich in der Längsachse des Kaisers von Kufstein oder entgegengesetzt von der Griesenau oder in der
Breitachse von Scheffau / Elmau oder von Walchsee / Durchholzen. Eine beliebte Wanderroute ist die Route des
Europäischen Fernwanderwegs E4 alpin zwischen Kufstein und Griesenau. Hier gibt es viele Abzweigungen für Varianten
und kurze Abstecher. Wanderungen im Kaisergebirge sind dadurch geprägt, dass man stets die herrlichsten
Ausblicke auf die hohen Felsentürme des Wilden Kaisers hat.
Das Tal zwischen dem zahmen und dem wilden Kaiser hat eine ganz besondere Spezialität. Es ist nämlich von allen Seiten
aus von der Außenwelt abgeschlossen und bildet damit ein reizvolles Innenleben. Links und rechts in der Längsachse gesehen
ist das Kaisertal durch die hohen Mauern des zahmen und wilden Kaisers verschlossen. Auf der Seite von Griesenau ist das
Tal dicht durch den hohen Sattel, auf dem das Stripsenjochhaus steht. Und von Kufstein aus gesehen verschließt
die Sparche und das enge Tal die "Kaiser-Burg". Wer von hier aus das Kaiser-Wandergebiet besucht muss erst die großen
Mühen bestehen, nämlich 285 hohe Stufen hinaufzugehen! So manch einer kehrt um und träumt dann lieber von dem herrlichen
Wandergebiet, das sich nur dem erschließt, der diese Stufen schafft.
In dieser Kaiserburg gibt es einige Bauernhöfe und die Bewohner waren bis vor kurzem durch den dichten Verschluss an allen
Seiten von der Außenwelt abgeschlossen. Seit 2008 gibt es allerdings einen Tunnel, dessen Benutzung stark reglementiert ist, damit das
Kaisertal weiterhin frei bleibt vom Autoverkehr. Ältester Bergbauernhof ist der Hinterkaiser, auf dem noch Landwirtschaft
betrieben wird. Er wurde bereits im Jahre 1280 erwähnt.
In diesem Tal lebten lange Bären. Vorne bei Kufstein kann man eine große Bärenhöhle besichtigen, nämlich die Tischofer
Höhle. Bären sind allerdings keine mehr vorhanden. In der Mitte der Längsachse liegt das Anton-Karg-Haus, auch Hinterbärenbad
genannt, also dort wo ihren Hintern Bären baden (so steht es jedenfalls auf dem Kachelofen in der Hütte).
Das Kaisergebiet bietet jedem Bergsport Begeisterten etwas, nämlich dem Wanderer, der leichte Weg mit schöner Aussicht liebt,
dem Wanderer, der schwierige Wege gehen möchte und dem Kletterer, der leichte oder auch schwere Klettertouren sucht.
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