Gesundheit und Bewegung

Besonders wichtig für die Gesundheit ist die stete Bewegung. Bewegungsmangel hat einen sehr hohen Anteil am Entstehen der so genannten Zivilisationskrankheiten, die in Übergewicht, Herzinsuffizienz, schlechten Blutzuckerwerten und Bluthochdruck bestehen. Die Evolution hat den Menschen mit einem sehr komplexen Bewegungsapparat ausgestattet. So wie sich Muskeln und geistige Kapazitäten zurückbilden, wenn sie nicht genutzt werden, so führt auch der Bewegungsapparat zu erheblichen Deformierungen, wenn er nicht genutzt wird. Selbst noch in der jüngsten Vergangenheit haben die Menschen viele ihrer Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt. Heute benutzen sie ihr Auto. Sie setzen sich morgens an den Frühstückstisch, fahren dann mit dem Auto zur Arbeit, setzen sich dort an den Schreibtisch. Abends fahren sie mit dem Auto nach Hause, setzen sich dann wieder an den Tisch und essen zu Abend, setzen sich dann vor den Fernseher und gehen dann ins Bett.

Ein solcher Bewegungsmangel verursacht insbesondere

  • einen geringeren Kalorienverbrauch bei gleichbleibender Nahrungsaufnahme und damit eine stete Erhöhung des Körpergewichts,
  • eine erhöhte Anspannung der Muskeln im Ruhezustand, weil die Muskeln nach Belastung suchen,
  • dadurch bedingt eine geringere Durchblutung,
  • Rückenverspannungen mit allen negativen Auswirkungen (z.B. permanentes Kopfweh),
  • Knorpeldeformationen, weil Gelenke nicht gebraucht und wenig versorgt werden,
  • geringe Stimulans, die ansonsten die Bewegung auslöst, mit der Folge von Herz-Kreislauf-Störungen, Diabetes, Schlaflosigkeit, geringere Abwehrkräfte und damit Förderung des Entstehens von Krebs,
  • mangelnder Abbau von Adrenalinausschüttungen nach Ärger und Stress,
  • Einlagerung überschüssigen Cholesterins in die Arterien und damit Erhöhung des Risikos für einen Herzinfarkt, und die
  • Erhöhung der Allergieanfälligkeit.



Nicht notwendig und sogar schädlich ist eine Überforderung des Körpers bei der Bewegung. Ausdauer und das Gefühl der Unterforderung sind gesünder als kurzfristige sportliche Höchstleistungen. Sport ist nur gesund, wenn man nicht übertreibt.

Die Bewegung sollte insbesondere in dem Maße erfolgen, dass die Energiegewinnung des Körpers durch Fettverbrennung erfolgt. Dies schont den anderen Energieträger, nämlich die Kohlenhydrate. Eine solche Energiegewinnung kann nur im so genannten aeroben Bereich erfolgen. Sie setzt eine ausgeglichene Bilanz zwischen Aufnahme und Verbrauch von Sauerstoff voraus. Beginnt die Muskelarbeit, so wird der Stoffwechsel beschleunigt, da eine größere Sauerstoffmenge benötigt wird. Der Blutfluss nimmt zu. Das Herz schlägt schneller und kräftiger. Bei kontinuierlicher Belastung im aeroben Bereich kommt es daher zu einer Ökonomisierung im Herz-Kreislauf-System. Die Schlagfrequenz wird geringer, aber das Schlagvolumen erhöht sich, und mehr Blut wird in den Körper gepumpt. Die Herzmuskulatur wird besser durchblutet und die Kontraktionsfähigkeit gesteigert.

Ferner werden die Blutgefäße erweitert und der periphere Gefäßwiderstand verringert. Damit wird der Arteriosklerose vorgebeugt. Bluthochdruck wird verhindert oder - falls schon vorhanden - wieder gesenkt. Bein- und Gesäßmuskeln werden gestärkt und gestrafft. Durch den Arm- und Oberkörpereinsatz wird auch die Rumpfmuskulatur aufgebaut, was sich wiederum stabilisierend auf die Wirbelsäule auswirkt und Rückenbeschwerden entgegengewirkt. Eine gestärkte Oberschenkelmuskulatur entlastet zudem Knie- und Hüftgelenke.

Auch die Knochenstabilität wird insgesamt erhöht, denn die Ausdauerbewegung hält den Auf- und Abbau der Knochen im Gleichgewicht. Damit kann dem Knochenmasseverlust wirksam vorgebeugt werden, so dass vor allem Frauen nach den Wechseljahren unbedingt regelmäßige Bewegung durch moderaten Ausdauersport betreiben sollten.

Insgesamt wird durch das regelmäßige Training die Stoffwechselaktivität erhöht, was wiederum zu einer höheren Fettverbrennung führt. Muss der Körper bei moderatem Training, also in der aeoroben Situation, dauerhaft Energie bereitstellen, wird er auf seine körpereigenen Fettdepots als Energielieferanten zurückgreifen. Das heißt, Fett verbrennt zwar langsamer, aber in größeren Mengen, wenn die Herzfrequenz nur mäßig erhöht ist. So wird dadurch auch der Cholesterinspiegel gesenkt.

Weiter stärkt regelmäßiges Bewegungstraining auch das Immunsystem. Es kommt zu einer Zunahme der Immunzellen wie zum Beispiel von natürlichen Killerzellen im Blut, die Krebszellen ausschalten können.

Und schließlich steigert das regelmäßige Bewegungstraining Wohlbefinden und Selbstwertgefühl. Ängsten und Depressionen wird begegnet.

Das richtige Trainingsverhalten hängt davon ab, dass man es moderat, dafür aber ausdauernder macht. Mehrmals in der Woche sollte ein solches Training von mindestens 30 bis 45 Minuten erfolgen. Insbesondere ist darauf zu achten, dass das Training in der richtigen Frequenz des Pulses erfolgt, was vom Alter, Ruhepuls am Morgen und Fitnesszustand abhängt.  Hier können Sie den für Sie maßgebenden Trainingspuls selbst errechnen! 

Die Bewegung durch moderates Wandern sollte in einer Höhe zwischen 1.200 und 2.500 m stattfinden, weil in dieser Höhe der Körper durch die dünnere Luft und den geringeren Sauerstoff mit verstärkter Produktion von roten Blutkörperchen im Blut reagiert. Eine erhöhte Anzahl von roten Blutkörperchen im Blut ist sehr gesundheitsfördernd, insbesondere weil das Blut bei seinen Aufräumarbeiten auf den Sauerstoff angewiesen. Je größer der Anteil der roten Blutkörperchen im Blut ist, desto größer ist der Sauerstoffgehalt des Blutes. Vor allem entzündliche Prozesse werden durch den erhöhten Sauerstoffgehalt des Blutes minimiert und beseitigt. Da entzündliche Herde im Körper Hauptverursacher von Krebs, Herzinfarkten und Schlaganfällen sind, beugt ein regelmäßiges Wandern in dieser Höhe erheblich gegen solche Krankheiten vor.

Näher zum Walking


Im Rahmen unseres Business-Coachings achten wir darauf, dass alle vier Säulen der Gesundheit des Unternehmensführers verbessert und stabiler werden. Erfolg und Glück ist dann "zwangsläufig" die Folge.



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Donnerstag, 29.07.2010





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