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Nicht notwendig und sogar schädlich ist eine Überforderung des Körpers bei der
Bewegung. Ausdauer und das Gefühl der Unterforderung sind gesünder als kurzfristige
sportliche Höchstleistungen. Sport ist nur gesund, wenn man nicht
übertreibt.
Die Bewegung sollte insbesondere in dem Maße
erfolgen, dass die Energiegewinnung des Körpers durch Fettverbrennung
erfolgt. Dies schont den anderen Energieträger, nämlich die Kohlenhydrate.
Eine solche Energiegewinnung kann nur im so genannten aeroben Bereich
erfolgen. Sie setzt eine ausgeglichene Bilanz zwischen Aufnahme und
Verbrauch von Sauerstoff voraus. Beginnt die Muskelarbeit, so wird der
Stoffwechsel beschleunigt, da eine größere Sauerstoffmenge benötigt wird.
Der Blutfluss nimmt zu. Das Herz schlägt schneller und kräftiger. Bei kontinuierlicher Belastung im
aeroben Bereich kommt es daher zu einer Ökonomisierung im
Herz-Kreislauf-System.
Die Schlagfrequenz wird geringer,
aber das Schlagvolumen erhöht sich, und mehr Blut wird in den Körper
gepumpt. Die Herzmuskulatur wird besser durchblutet und die Kontraktionsfähigkeit gesteigert.
Ferner werden die Blutgefäße erweitert und der periphere Gefäßwiderstand verringert. Damit wird der
Arteriosklerose vorgebeugt. Bluthochdruck wird verhindert oder - falls schon
vorhanden - wieder gesenkt.
Bein- und Gesäßmuskeln werden gestärkt und gestrafft. Durch den Arm- und
Oberkörpereinsatz wird auch die Rumpfmuskulatur aufgebaut, was sich wiederum
stabilisierend auf die Wirbelsäule auswirkt und Rückenbeschwerden entgegengewirkt. Eine gestärkte
Oberschenkelmuskulatur entlastet zudem Knie- und Hüftgelenke.
Auch die Knochenstabilität wird insgesamt erhöht, denn die Ausdauerbewegung hält den
Auf- und Abbau der Knochen im Gleichgewicht. Damit kann dem
Knochenmasseverlust wirksam
vorgebeugt werden, so dass vor allem Frauen nach den Wechseljahren unbedingt
regelmäßige Bewegung durch moderaten Ausdauersport betreiben sollten.
Insgesamt wird durch das regelmäßige Training die Stoffwechselaktivität
erhöht, was wiederum zu einer höheren Fettverbrennung führt.
Muss der Körper bei moderatem Training, also in der aeoroben Situation,
dauerhaft Energie bereitstellen, wird er auf seine körpereigenen Fettdepots
als Energielieferanten zurückgreifen. Das heißt, Fett verbrennt zwar
langsamer, aber in größeren Mengen, wenn die Herzfrequenz nur mäßig erhöht
ist. So wird dadurch auch der
Cholesterinspiegel gesenkt.
Weiter stärkt regelmäßiges Bewegungstraining auch das Immunsystem. Es kommt
zu einer Zunahme der Immunzellen wie zum Beispiel von natürlichen
Killerzellen im Blut, die Krebszellen ausschalten können.
Und schließlich steigert das regelmäßige Bewegungstraining Wohlbefinden und Selbstwertgefühl. Ängsten und
Depressionen wird begegnet.
Das richtige Trainingsverhalten hängt davon ab, dass man es moderat,
dafür aber ausdauernder macht. Mehrmals in der Woche sollte ein solches
Training von mindestens 30 bis 45 Minuten erfolgen. Insbesondere ist
darauf zu achten, dass das Training in der richtigen Frequenz des Pulses
erfolgt, was vom Alter, Ruhepuls am Morgen und Fitnesszustand abhängt.
Hier können Sie den für Sie maßgebenden Trainingspuls selbst errechnen!
Die Bewegung durch moderates Wandern sollte in einer Höhe zwischen 1.200
und 2.500 m stattfinden, weil in dieser Höhe der Körper durch die dünnere
Luft und den geringeren Sauerstoff mit verstärkter Produktion von roten
Blutkörperchen im Blut reagiert. Eine erhöhte Anzahl von roten
Blutkörperchen im Blut ist sehr gesundheitsfördernd, insbesondere weil das
Blut bei seinen Aufräumarbeiten auf den Sauerstoff angewiesen. Je größer der
Anteil der roten Blutkörperchen im Blut ist, desto größer ist der
Sauerstoffgehalt des Blutes. Vor allem entzündliche Prozesse werden durch
den erhöhten Sauerstoffgehalt des Blutes minimiert und beseitigt. Da
entzündliche Herde im Körper Hauptverursacher von Krebs, Herzinfarkten und
Schlaganfällen sind, beugt ein regelmäßiges Wandern in dieser Höhe erheblich
gegen solche Krankheiten vor.
Näher zum Walking
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