Für die richtige Art der Bewegung, um dauerhaft fit zu bleiben, ist vor
allem das Walking geeignet. Walking bedeutet in diesem Zusammenhang nicht nur Gehen,
sondern zügiges Marschieren mit intensivem Armeinsatz über eine längere Strecke und
Zeit. Vom Jogging unterscheidet es sich dadurch, dass die Füße auf dem Boden bleiben und
es daher keine Phase gibt, wie dies beim Laufen der Fall ist, wo beide Beine kurz in der
Luft sind. Das schont einerseits die Gelenke und andererseits wird der Kreislauf nicht
überfordert, denn wichtig für die richtige Bewegung ist "fordern ohne zu
überfordern".
Eine Bewegung in diesem Sinne kann jeder ausüben, soweit er nicht ein körperliches
Handicap hat. Walking ist unabhängig vom Alter, vom Trainingsstand auch vom
Gesundheitszustand. Walking ist damit eine Breitensportart der gesunden Art. Dieser
Breitensport hat in den letzten Jahrzehnten eine umwälzende und positive Entwicklung
genommen. Vor ca. 30 Jahren begann die Trimmbewegung. Man erkannte, dass das stete Sitzen
in der Arbeit und dann am Abend vor dem Fernseher hohe gesundheitliche Schäden zur Folge
hat. Langsam ging in den nächsten Jahre die Trimmwelle in die Joggingwelle über. Man
erkannte dann allerdings, dass diese Sportart für viele Leute nicht geeignet ist, etwa
für die Unsportlichen und Übergewichtigen, für ältere Menschen oder für
Risikopersonen, wie zum Beispiel Herzkranke. Aus Skandinavien hat sich dann die
Walkingwelle entwickelt, die die Joggingwelle immer mehr ablöste. Die Zahl der
organisierten Lauftreffs und Walkerinitiativen nimmt immer mehr zu.
Walking ist ein Ausdauersport. Vom Körper wird keine Höchstleistung abverlangt, aber
kontinuierliches Training mit erhöhter Herzfrequenz und gesteigertem Sauerstoffverbrauch.
Die Technik ist einfach und die Ausrüstung ist minimal. Notwendig sind lediglich ein paar
Walkingschuhe mit ausgezeichneten Dämpfungseigenschaften der Sohlen, besonders wenn man
auf Asphalt läuft und bequeme Sport- und Freizeitkleidung. Man geht mit
aufgerichtetem Oberkörper, richtet den Blick nach vorne, nimmt die Schultern zurück,
spannt Bauch und Po ein wenig an und walkt los.
Bei jedem Schritt wird der Fuß bewusst von der Ferse bis zum Fußballen abgerollt. Die
Knie sind bei jedem Schritt leicht gebeugt, die Fußspitzen zeigen in Laufrichtung. Die
Arme sind angewinkelt und schwingen rhythmisch neben dem Körper mit. Geatmet wird tief
und gleichmäßig. Tempo und Walkingzeit werden langsam und je nach individuellem
Vermögen gesteigert. Die ideale Geschwindigkeit ist bei sieben bis neun Stundenkilometern
erreicht.
Das Walking sollte mehrmals wöchentlich über mindestens 30 bis 45 Minuten erfolgern.
Dann wird man den Trainingseffekt sehr bald bemerken.
Walking zählt als Ausdauersportart zum so genannten aeroben Training, also zum Training
im Sauerstoffüberschuss.
Es gibt mehrere Walkingvarianten:
Das Fitnesswalking unterscheidet sich vom Gesundheitswalking durch die höhere
Herzfrequenz und längere Trainingsdauer.
Beim Nordic Walking wird die Trainingsintensität durch spezielle Skistöcke erhöht.
Powerwalking setzt eine extreme Armbewegung voraus.
Racewalking ist die Wettkampfform des Walking und ähnelt dem Wettkampfsport Gehen.