Gesundheit und Psychosomatik

Die psychische Gesundheit hat erheblichen Einfluss auf das körperliche Wohlbefinden, auf die körperliche Gesundheit. Dies zeigen Sprüche aus dem Alltag:


„Das macht mich krank.“
„Das steckt in mir wie ein Kloß im Hals.“
„Da geht mir die Galle hoch.“
„Da bleibt mir die Spucke weg.“
„Dem ist eine Laus über die Leber gelaufen.“
„Da schwillt mir die Ader.“
„Das liegt mir schwer im Magen.“
„Ich könnte explodieren.“
„Das kann ich nicht verdauen.“
„Es ist zum Kotzen.“
„Ich könnte Gift und Galle spucken.“
„Er wurde kreidebleich vor Angst und Schreck.“
„Das geht mir auf die Nieren.“
„Jetzt habe ich die Nase voll.“
„Es brennt mir auf den Nägeln.“
„Ich hatte großes Reisefieber.“
„Mir ist etwas in die Glieder gefahren.“
„Es bedrückt mich sehr, dass .....“
„Es belastet mich.“
„Es bricht mir das Herz.“
„Dem stand der kalte Angstschweiß auf der Stirn.“
„Ich zittere vor Angst und Aufregung.“
„Er wird verschnupft sein, wenn ich ihm das sage.“
„Ich muss die Zähne zusammenbeißen, um ....“
„Ich muss alles in mich hineinfressen.“
„Ich könnte mir die Haare raufen.“
„Es wird mir übel, wenn ich nur daran denke.“

Der Sprachgebrauch zeigt, wie die seelischen und psychischen Belastungen zu der Funktion des jeweiligen Körperteils in Verbindung gebracht werden. Hier ein paar Beispiele:

Die Niere steht für Ausscheidung, weswegen emotionale Belastungen „an die Nieren gehen“, damit sie über diesen Weg ausgeschieden werden können.

Emotionale Reaktionen erfolgen oftmals im Blasenbereich, insbesondere bei Kindern. Diese „weinen nach unten“, indem sie bei starken emotionalen Belastungen Bettnässer sind.

Wer alles „in sich hineinfrisst“, bekommt Probleme mit dem Magen und der Verdauung, weil dort die Überbelastung nicht mehr ohne Krankheitserscheinungen verarbeitet werden kann.

Die Verzögerung im Energiefluss führt zu Stauungen. Eine große Belastung bleibt stecken, z.B. im Hals, oder sammelt sich in der Nase, die voll wird.

Die Galle steht für einen aggressiven Verdauungssaft, so dass einem die Aggressionen, mit denen man der emotionalen Belastung begegnen möchte, hochgehen.

Emotionale Belastungen sind nach dem Verständnis von Kultur und Erziehung oftmals mit Härte gegen sich selbst zu ertragen („Bleib hart!“, „Indianer kennen keinen Schmerz.“). Verhärten können sich im körperlichen Sinne dabei Haut, Muskulatur, Blutgefäße, Gelenke und Organe. Verhärtung bei den Blutgefäßen führt zu einer geringeren Blutzirkulation, weswegen man bei starken emotionalen Belastungen kreidebleich wird. Eine Verhärtung in der Muskulatur bedrückt einen. Die Verhärtung kann einem aber auch „in die Glieder fahren“.

Halten die psychosomatischen Belastungen über eine längere Zeit an, weil die Konflikte nicht gelöst oder die persönlichen Lösungspotenziale nicht verbessert wurden, schwächen diese insgesamt die körperlichen und seelischen Abwehrkräfte. Man wird in einen Strudel weiterer Probleme hineingerissen. Die Konflikte scheinen immer größer zu werden. Lösungsmöglichkeiten scheinen sich immer mehr zu entfernen. Es kommt dann die allgemeine Schlappheit dazu. Man hat zu nichts mehr Lust und kann die Lebensfreude nicht durch andere Dinge, an denen man sich in der Vergangenheit oft erfreut hat, aufhellen. Die sozialen Kontakte lassen nach, weil man von anderen eher gemieden wird. Denn die schlechte Stimmung ist Teil der eigenen Ausstrahlung, Teil der eigenen Aura. Und nun kommen durch diese dauerhafte Schwächung von Seele und Körper echte Krankheiten hinzu, bis sie in tödlichen Krankheiten wie Herzinfarkt oder Krebs enden.

Die gesamtheitliche Sicht von Körper, Geist und Seele lässt sich kaum besser als an den Erkenntnissen der Psychosomatik erklären. Wer die Psychosomatik versteht wird allein über diesen Erkenntnisprozess einen besseren Umgang mit sich selbst finden, die Ursachen bisheriger Krankheiten erkennen und von nun an verantwortungsvoller mit sich selbst umgehen und damit in Zukunft gesünder sein. Das heißt, dass allein das Studium der Psychosomatik zu einem Genesungsprozess für Körper, Geist und Seele führt.




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Donnerstag, 29.07.2010





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