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Damit dies überhaupt ermöglicht werden konnte, wurden an den
steilsten Stücken Kehrtunnel eingebaut, um so den Schienenweg zu
verlängern und die Steigerung zu reduzieren. Noch immer werden auch
heute noch drei der stärksten Lokomotiven benötigt, die die Güterzüge
durch den Gotthardtunnel ziehen, nämlich zwei vorne und eine hinten.
In Göschenen verschwindet der Zug im Tunnel und kommt erst in
Airolo wieder heraus. Am Scheitelpunkt erreicht er eine Höhe von 1150
Höhenmetern. Insgesamt besteht die Gotthardbahn aus 32 Tunneln und 13
Viadukten.
Der Warentransport auf der Schiene ist enorm. Die Hälfte der Ladung,
die die Alpen überquert, wird durch den Gotthardtunnel geschleust. Etwa
70 Züge befahren heute täglich den Gotthardtunnel und befördern etwa
10.000 Fahrgäste.
Interessant ist die Erstellung des Gotthardtunnels auch von der
unternehmerischen Leistung her und davon, dass oftmals die echten
Pioniere und Visionäre nicht zu dem ihnen zustehender Anerkennung
gelangen. Pionier und Visionär war Alfred Escher, ein
Wirtschaftspolitiker und Banker aus Zürich, der 1863 mit dem Projekt
begann. In Luzern gründete er die "Vereinigung zur Anstrebung der
Gotthardbahn" und setzte das Projekt für den Güter- und Personenverkehr
gegen erheblichen Widerstand durch. Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts
waren diese Pläne immer wieder im Gespräch. 1873 war Start der
Bauarbeiten. Infolge wirtschaftlicher Probleme wurde seine
Pionierleistung nicht mehr so wie anfangs gewürdigt, so dass es
erhebliche Zerwürfnisse gab. |