Goethewanderweg - 1. Thüringer "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland"
(Auf Goethes Spuren von Ilmenau nach Stützerbach)
Text: Daniela Seefelder
Region: Thüringer Wald
Tourverlauf: Ilmenau - Manebach - Gabelbach - Stützerbach
Höhenmeter: Bergauf: 765m. Bergab: 654 m
Länge: 18,5 km
Gehzeit:  6-8 Stunden
Schwierigkeitsgrad: Anspruchsvoll, zum Teil steile Auf- und Abstiege
Streckencharakteristik: Asphalt 2,8 km, Waldweg 15,7 km
Ausgangspunkt: Ilmenauer Amtshaus, Am Markt 1, 98693 Ilmenau
Wegmarkierung: Als Markierungszeichen wurde die von Goethe im Schriftverkehr oftmals benutzte Abkürzung "G" gewählt.
Stationen: Amtshaus am Marktplatz - historischer Friedhof - Zechenhaus - Mittlerer Berggrabenweg - Oberer Berggrabenweg - Bertha's Quelle - Schwalbenstein - Schöffenhaus - Marienquelle - Emmastein - Manebach - Kantors Haus - Helenen-Ruh - Großer Hermannstein - Goethehäuschen - Kickelhahn - Jagdhaus Gabelbach - Hirtenwiese - Knöpfelstaler Teich - Finsteres Loch - Auerhahn - Schlossberg - Goethehaus Stützerbach
Rückreise von Stützerbach nach Ilmenau: Buslinie 300, http://www.rennsteig-bus.de
Kulturwanderindex: Schwalbenstein: Am 19. März 1779 schrieb Goethe hier den 4. Akt der Prosafassung von Iphigenie auf Tauris. 
Goethehäuschen/Kickelhahn: Am 06.09.1780 schrieb er mit Bleistift nach einer Wanderung das Gedicht "Wanderers Nachtlied" an die Wand der damaligen Schutzhütte, heute als Goethehäuschen bekannt.
Garten des Kantorhauses: Im Sommer 1777, zeichnete er hier den Manebacher Grund.

Der Goethewanderweg beginnt in Ilmenau am Markt und endet am Gundelachschen Hause in Stützerbach. Goethe welcher rund 28mal in Ilmenau war, wohnte und arbeitete im Eckzimmer des ersten Stockes des Amtshauses, welches jetzt zum Museum der Stadt gehört. Mit dieser Wanderung begeben Sie sich auf die Spuren des großen deutschen Dichters und Naturwissenschaftlers. Sie besuchen Orte, die mit dem Wirken Goethes in enger Verbindung stehen und ihn bei seinen Werken inspirierten. Der gut ausgeschilderte Wanderweg ist allerdings als Tageswanderung nur teilweise geeignet, zumal die drei Goethemuseen in Ilmendorf am Marktplatz, Jagdhaus Gabelbach und das Goethemuseum in Stützerbach auf dem Weg liegen, welche der Goetheinteressierte sicher ungern auslässt. 
Vom Markt geht es durch die Obertorstraße zum Friedhof, wo sich in unmittelbarer Nähe der Eingangs zur Grabstätte der schönen und am Weimarer Hof gefeierten Sängerin und Schauspielerin und ersten Darstellerin von Goethes "Iphigenie" befindet.
Weiter führt der Weg vorbei am Zechenhaus durch die obere Altstadt und auf dem Mittleren Berggrabenweg  durch einen herrlichen Laubwald zum Schwalbenstein, wo Goethe an einem Tag den vierten Akt zu Iphigenie auf Tauris schrieb. Folgende Zeilen kann man seinem Tagebuch entnehmen: "Schwalbenstein bei Ilmenau. Sereno die, quieta menta (an einem heitern Tage, beruhigten Gemüts) schrieb ich nach einer Wahl von drei Jahren den vierten Akt der Iphigenie an einem Tage." Hier lädt eine Schutzhütte zur Rast und zum Genuss der einmaligen Landschaft ein. Weiter geht es dann zur Waldgaststätte "Schöffenhaus" und sodann über den Emmafelsen bergab nach Manebach zum Haus des Kantors, welches Goethe oft als Wohnung diente. In Manebach durchquert man das Tal, wo am gegenüberliegenden Hang der anstrengenste Teil des Weges beginnt, der Aufstieg über einen steilen Waldpfad über den Großen Hermannstein zur Jagdhütte am Kickelhahn. Nach einem letzten steilen Endstück ist der Aufstieg zum Gipfel des 861 m hohen Kickelhahnes geschafft. Einen herrlichen Rundblick über den Thüringer Wald und dessen Vorland garantiert der 24 m hohe Aussichtsturm. Zur Stärkung für den Abstieg lädt das Berggasthaus Kickelhahn zur Einkehr ein. Der Abstieg führt vorbei am 15 Minuten entfernten Jagdhaus Gabelbach (Museum zu Goethes naturwissenschaftlichen Studien) wo man sich auch über das Jagdwesen und die Jagdgewohnheiten des Weimarer Hofes gegen Ende des 18. Jahrhunderts informieren kann. Von dort geht es weiter über die Landstraße nach Neustadt hinab ins malerische Schortetal zum Knöpfelstaler Teich. Nun ist es nicht mehr weit zum Finsteren Loch, wo der Aufstieg zum Gasthof "Auerhahn" beginnt. Von dort aus ist das Ziel der Wanderung, das Goethemuseum in Stützerbach (Gundlachsches Haus) mit Glasbläserstube, nicht mehr weit. Für die Rückreise von Stützerbach nach Ilmenau können Sie den regelmäßigen Busverkehr der Linie 300 nehmen. (www.rennsteig-bus.de)

Jagdhaus Gabelbach
Museum zu Goethes naturwissenschaftlichen Studien
der Stiftung Weimarer Klassik
Telefon 03677 /20262

Goethe-Museum Stützerbach
Sebastian-Kneipp-Straße 18
98714 Stützerbach
Telefon 036784 /50277

Tourist Info:
Ilmenau-Information
Lindenstraße 12
98693 Ilmenau
Telefon: 0 36 77 / 6 21 32 und 20 23 58
Fax: 0 36 77 / 20 25 02

siehe auch die Beschreibungen zum kleinen Goethewanderweg ....
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Mittwoch, 08.02.2012