Wenn man vom
Wallis spricht, denkt man an grimmige Nordwände, riesige Gletscher und an alpine
Heldentaten. Dabei sind das Schönste im Wallis die großen Wanderungen mit den großen
Gipfeln als Kulisse.
Das Wallis ist
weltberühmt, vielbesucht und hochgelobt. Hier wurde Bergsteigergeschichte geschrieben. Es
ist das Wallis, fast eine kleine Welt für sich, mit ungeheuren Gegensätzen zwischen
sonnenverwöhnten Talgründen und arktischen Gebirgsmassiven mit ihren Gletscherfeldern.
Es ist seit alters her geprägt vom kulturellen Wechselspiel zwischen Leben im fruchtbaren
Rhônetal mit Getreide-, Obst und Weinanbau und an kargen Extremstandorten in
steilen Flanken und unzugänglichen Tälern. Bekannt sind die kilometerlangen
Wasserleitungen, oft durch Felswände waghalsig mit hölzernen Rinnen geführt, ohne die
auf den regenarmen Sonnenbergen kein Leben möglich wäre; bekannt auch die Steinplatten
an den Getreidestadeln als wirksamer Schutz vor Nagern. Die Wanderungen führen auf den
aussichtsreichsten Wegen, immer die majestätischen Viertausender vor Augen, in das
Lötschental, das Goms, das Saas und das Mattertal.