Alpines Wissen

In den Bergen offenbart sich die Natur in ihren Extremen. Dies wird oftmals unterschätzt oder mit naivem Blick betrachtet. Damit man nicht in eine Notsituation gerät und sich selbst bei schwierigen Bedingungen helfen kann sollte man folgende 10 Regeln beachten:
Tipp 1 - Gutes Schuhwerk Tipp 2 - Ausreichend Kleidung
Gutes Schuhwerk ist das A und O in den Bergen. Viele Wege sind übersäht von kleinen Wurzeln, kantigen Steinen und losem Geröll. Selbst bei leichten Wanderungen sollte auf professionelles Schuhwerk zurückgegriffen werden. Turnschuhe oder ähnliches bieten keinen ausreichenden Halt, so dass man leicht stolpert oder ausrutscht. Selbst bei perfektem Ausgangswetter kann es, innerhalb kürzester Zeit zu Wetterstürzen kommen. Es ist notwendig auch für Schlechtwettersituationen ausreichend Kleidung dabei zu haben, dazu gehört z.B. eine winddichte Jacke.
Tipp 3 - Genügend Trinken Tipp 4 - Mineralien
Schon bei einer geringfügigen Reduzierung der Körperflüssigkeit, z.B. durch Schwitzen ergibt sich ein erheblicher Leistungsabfall. Deshalb ist es notwendig alle halbe Stunde ein paar Schlücke zu sich zu nehmen. Das Trinken muss über den Kopf gesteuert werden, denn bei eintretendem Durstgefühl ist der Leistungsabfall schon zugegen. Durch das Schwitzen verliert der Körper wichtige Mineralien. Am Besten hat man immer eine Packung Studentenfutter oder geeignete Energieriegel im Rucksack.
Tipp 5 - Orientierung Tipp 6 - Verhalten bei Gewitterneigung
Für jede auch noch so einfache Wanderung sollte man sich vorher über das Gebiet informieren und eine Wanderkarte mitnehmen. Sehr hilfreich ist ein Kompass, den man vor allem dann zu schätzen lernt, wenn man sich verlaufen hat oder in Dunkelheit gerät oder bei Wetterumbrüchen im Nebel ist. Wichtig ist auch stets eine Taschenlampe dabei zu haben. Besonders gefährlich sind Wanderungen bei aufziehendem Gewitter. Die Gewitter sind in den Bergen besonders heftig. Betrachten Sie den Wetterverlauf hier ganz besonders und gehen Sie eher talwärts. Meiden Sie Grade oder Bergübergänge. Bei versicherten Steigen entfernen Sie sich von den Stahlseilen.
Tipp 7 Richtige Pulsfrequenz Tipp 8 - Richtiges Gehen bei Regen
Im Ausdauersport erreicht man die optimale Leistungsfähigkeit wenn man in seiner individuellen Fettverbrennungszone geht. In dieser Zone bezieht der Körper seine Energie aus den Fettreserven und nicht aus dem Kohlehydratspeicher. Dies hängt von der richtigen Pulsfrequenz ab, die bei jedem je nach Lebensalter und Trainingszustand unterschiedlich ist. Hier können Sie Ihre ideale Pulsfrequenz errechnen. Bei nassem Wetter achten Sie besonders auf die hohe Rutschgefahr. Vor allem in den Kalkalpen ist der Kalkstein, wenn er nass wird, besonders rutschig. Auch Wurzeln und Holztreppen bergen ein hohes Rutschrisiko.
Tipp 9 - Sonnenschutz Tipp 10 - Rucksack
Je höher Sie hinauf kommen, desto geringer wird der Filter der Luft gegenüber den UV Strahlen. Wenn Sie keinen ausreichenden Sonnenschutz haben, bekommen Sie wesentlich schneller einen Sonnenbrand als bei einem Badeurlaub am Stand. Achten Sie besonders auf den Sonnenschutz wenn Sie im Schnee unterwegs sind, weil hier die Sonneneinstrahlung doppelt erfolgt, und zwar direkt und als Reflektion des Schnees.

Dies gehört in jeden Rucksack!

  • Verbandssachen und Pflaster
  • Mineralien- und Salztabletten
  • Alufolie Rettungsdecke um das Auskühlen von Unfallopfern zu vermeiden.
  • Taschenlampe, Kompass, Karte
  • Windschutz und wetterfeste Kleidung
 



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Samstag, 04.09.2010





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