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Grundsätzlich sollte man sich vor jeder Bergtour über eine mögliche Gewitterneigung informieren. Doch oftmals kann sich im Gebirge
das Wetter so rasant und unerwartet ändern dass man plötzlich mitten in einem Gewitter steht. Um zu wissen wie man sich in so einer
Situation am Besten schützt muss man die Hintergründe eines Blitzeinschlages verstehen.
Ein Blitz sucht sich immer den direktesten und schnellsten Weg zur Erde. Dies bedeutet dass ein Blitz mit großer Wahrscheinlichkeit
in den höchsten Punkt der Umgebung einschlägt. Da der Blitz aber auch den schnellsten Weg zur Erde sucht kann es sein dass er in Stellen
mit besserer Leitfähigkeit einschlägt. Dies können alle möglichen metallischen Gegenstände wie Weidezäune, Fahrräder, Regenrinnen oder
Eispickel sein. Somit schlägt der Blitz nicht in den höchsten Punkt der Region ein, sondern in die Stelle mit dem geringsten Widerstand.
Vermeiden Sie es also bei Gewitter die höchste Stelle der Umgebung zu bilden und verlassen sofort Gebirgskämme, freie Flächen,
exponierte Hügel und Berggipfel. Keinesfalls sollte man Schutz unter alleinstehenden Bäumen, Felsbrocken, Strommasten oder Türmen suchen,
da hier eine erhöhte Einschlagsgefahr besteht.
Entledigen Sie sich aller metallischer Gegenstände wie Kleingeld, Kugelschreiber, Gürtel, Armbanduhren, Schmuck, Regenschirme, Karabiner,
Messer, Steigeisen, Eispickel und Wanderstöcke welche einen Blitz anziehen könnten. Am Besten ist es wenn Sie Ihren Rucksack 100 Meter vom
eigenen Standort entfernt platzieren. Halten Sie sich ebenfalls von allem was einen Blitz leiten könnte fern. Hierzu zählen Steigleitern,
Drahtseile, Weidezäune, Fahrräder, Flüsse und Gewässer, Moorflächen sowie nasse Felswände.
Suchen Sie anstelle Schutz in einer Umgebung ohne exponierte Stellen wie z.B. in einem Wald. Der Blitz kann zwar auch hier irgendwo
einschlagen, dass er aber genau den Baum trifft unter dem Sie stehen ist nicht sehr wahrscheinlich. Halten Sie Ausschau nach morschen und
brüchigen Ästen und suchen lieber Schutz unter jungen, biegsamen und kleinen Bäumen. Meistens bieten Laubbäume den besseren Schutz als
Nadelbäume, da sie Stürme besser überstehen. Speziell die flach wurzelnden Fichten halten einem Sturm oft nicht lange stand. |